Blutzuckerwerte

Was sind Blutzuckerwerte

Blutzuckerwerte – gehört hat man schon davon und vielleicht auch schon darüber geredet. Unter Blutzuckerwerte oder dem Blutzucker wird normalerweise der Anteil der im Blut enthaltenen Zuckerart Glucose verstanden. Diese Glucose ist gewissermaßen ein Treibstoff des menschlichen Organismus und wichtiger Energielieferant  für Hirn, Nierenmark und rote Blutkörperchen. Die Bauchspeicheldrüse reguliert den Blutzuckerspiegel im Organismus. Dabei senkt Insulin den Blutzuckerspiegel und der Gegenspieler Glucagon erhöht den Blutzuckerspiegel.

Einen zu geringen  Blutzuckerspiegel kennen wir alle: es ist das bekannte Hungersignal, das der Körper aussendet, damit durch Nahrungsaufnahme wieder „Brennstoff“ zugeführt wird. Damit zeigt sich auch die wichtige Verbindung zwischen der Ernährung und dem Blutzuckerspiegel. In der derzeit verbreiteten Überernährung kommt es zu einer Überversorgung mit leicht verfügbaren hochkonzentrierten Nährstoffen, durch die die körpereigene Regulation des Blutzuckerhaushalts überfordert wird.

Im Normalfall beträgt der Blutzucker im nüchternen Zustand weniger als 11 Milligramm Glucose pro Deziliter Blut. Zwei Stunden nach der Nahrungsaufnahme ist ein Wert bis 140 Milligramm auf einen Deziliter normal. Im Vergleich beträgt der Nüchternwert beim Vorliegen einer Diabetes Mellitus eine Wert gleich oder größer als 126 mg/dl beziehungsweise zwei Stunden nach der Nahrungsaufnahme einen Wert gleich oder größer als 200 mg/dl.

Was sagen Blutzuckerwerte aus

Damit sind Blutzuckerwerte wichtiger Messgrößen. Die Medizin ist an der Lage anhand der Blutzuckerwerte eine Diagnose zu stellen. Die bekannteste Diagnose bei der auf die Blutzuckerwerte zurückgegriffen wird, ist die Zuckerkrankheit oder Diabetes mellitus.

Anzeichen für das Vorliegen von Diabetes mellitus sind andauernder Durst, häufiges Wasserlassen sowie plötzlich auftretende Neigung zu Infekten oder starker Verlust an Körpergewicht. Hier dienen die Blutzuckerwerte dem Nachweis, da beim Vorliegen einer Diabetes-Erkrankung die Blutzuckerwerte generell zu hoch sind.

Im Gegenzug zeigt sich ein zu geringer Glucosespiegel im Blut, also eine „Unterzuckerung“ durch verringerte Hirnleistung, Neigung zu Krämpfen, zitternde Hände und kalten Schweiß infolge erhöhter Ausschüttung von Adrenalin. Sind die Blutzuckerwerte viel zu gering, kommt es zum Schockzustand. Dieser oft unerwartete Zustand ist vielfach das erste Signal einer Zuckererkrankung, das der Patient erlebt und registriert.

Methoden zum Feststellen der Blutzuckerwerte

Um die Blutzuckerwerte zu bestimmen kann man Blut abnehmen und dieses im Labor untersuchen. Diese Methode liefert die genauesten Ergebnisse ist aber sehr aufwändig und dauert oft zu lange. Gerade Menschen die aus welchem Grund auch immer auf ihre Blutzuckerwerte zu achten haben, brauchen zeitnah eine Information darüber ob die Blutzuckerwerte zu hoch oder zu niedrig sind. Deshalb haben sich zur Messung der Blutzuckerwerte Geräte durchgesetzt mit deren Hilfe der Patient die Blutzuckerwerte selbst bestimmen kann. Allen voran sind Geräte zur optischen Messung der Blutzuckerwerte zu nennen. Hier wird durch ein Nadelstich oder ähnliches ein kleiner Tropfen Blut gewonnen und über Kapillarwirkung auf ein Testfeld gezogen. Dort kann man die Blutzuckerwerte anhand von Verfärbungen ablesen.

Andere Geräte bedienen sich einer elektrischen Spannung im Millivoltbereich, die einen Stromfluss verursacht. Dieser Stromfluss wird gemessen und daraus können nun die Blutzuckerwerte bestimmt werden. Ander Methoden bedienen sich einer optischen Messung ohne Blut zu entnehmen – zum Beispiel eine optischen Spektralanalyse des Augenhintergrunds. diese Techniken haben in der Selbstmessung der Blutzuckerwerte kaum Verbreitung gefunden.

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